Am 01.04.2022 erscheint unser Krimi „Mord ohne Reue“

Kein Aprilscherz! Brina Stein lässt die Landfrauen zurück nach Eppstein kehren!

Zum Inhalt:

„Ich bereue nie etwas“, zischte er Dennis und Veit, den selbst ernannten Herren von Eppstein, zu.

Um Mitternacht stirbt eine Frau im oberen Villenviertel der Eppsteiner Altstadt. Brutal wird ihr ein Messer ins Herz gerammt. Vom Täter und der Mordwaffe fehlt jede Spur. Kriminalrat Eisenhauer ist nicht begeistert, als ausgerechnet die Landfrauen, denen er beim letzten Aufenthalt in der Region den Spitznamen Miss Marple hoch 3 verpasst hat, zwei Tage später mit der Tatwaffe in seinem Büro aufkreuzen. Die Frauen führt eine Hochzeitseinladung zurück in den Taunus. Erneutmischen sie sich mit viel Witz und Charme in die Ermittlungsarbeiten der Polizei ein und sind dem Kriminalrat und seinem Team oft eine Nasenlänge voraus. Dabei tanzen sie nicht nur zu Waterloo auf Burg Eppstein wie einst Abba, sondern decken auch das Tatmotiv auf. Nach einigen Verwicklungen führt die Spur schließlich eindeutig zu einer renommierten Eppsteiner Firma. Ein neuer, spannender Krimi aus Eppstein! Wieder gepaart mit einem ordentlichen Schuss Humor, der seine Leser auf eine wundervolle Reise durch die Burgstadt, aber auch in die nahe Umgebung mitnimmt.

Print: 12,50 Euro, E-Book: 2,99 Euro, ca. 220 Seiten, 978-3948510114

Hier im Shop bereits vorbestellbar!

 
Foto: Ulrich Häfner Fotografie
Cover: Attila Hirth

Leseprobe aus „Mord ohne Reue“

Prolog

Leise schleicht sie die kleine Straße entlang, die in einer Sackgasse endet. Unter ihrem Arm trägt sie einen großen, schwarzen Sack. Es ist kurz vor Mitternacht und der nahe Sommer kündigt sich bereits mit lauen Temperaturen an. Als sie eben aus dem Auto ausgestiegen ist, das im oberen Villenviertel von Eppstein parkt, hat sie kaum einen Blick gehabt für die Schönheit der alten Gebäude, die zumeist aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts stammen. Sie ist aufgeregt. Der Schweiß läuft ihr den Nacken hinunter. Sie trägt dunkle, unauffällige Kleidung und Turnschuhe. Niemand begegnet ihr auf dem Weg. Es ist still, bis auf einen Garten, aus dem Musik schallt. Das Haus ist als einziges in der kleinen Straße hell erleuchtet und Ursula vermutet eine Party. Deutlich kann sie Stimmen und Gelächter hören. Sie hört das Lied Auf das, was da noch kommt von LOTTE und Max Giesinger. Sie findet den Titel extrem passend für ihr heutiges Vorhaben. Schließlich erreicht sie das Ende der Straße, die hier in einen Rundwanderweg mündet. Nach rechts oben führt ein steiler Fußweg, aber ihr Ziel ist der große, langgezogene Garten, der sich an eine Mauer aus Felsen schmiegt. Das Eingangstor zum Garten ist verschlossen. Das hatte sie nicht anders erwartet. Sie sieht sich sicherheitshalber nochmals um, aber sie ist ganz allein. Sportlich klettert sie über die Gartenpforte. Langsam und auf Zehenspitzen schreitet sie den gepflasterten Weg entlang. Wie immer fällt ihr die Schönheit dieses Gartens auf, sogar in der Dunkelheit. Nur das spärliche Licht der letzten Laterne erleuchtet den Garten ein wenig. Sie erreicht ihr Ziel, den Hasenstall. Dort sitzen artig drei japanerfarbige Zwergwidder in ihrem Stall und schlummern friedlich. Der Käfig ist mit einer Kette gesichert, doch Ursula befördert einen leichten Bolzenschneider aus ihrer Tasche und trennt die Sicherung mühelos durch. Dann greift sie in den Käfig und verfrachtet die Hasen nach und nach in ihren Sack. Die Tiere fiepen ein wenig, schließlich wurden sie überraschend aus dem Schlaf gerissen. Ursula meint, ein Knacken zu hören und schaut sich um. Sie sieht aber niemanden. Schnell verlässt sie den Garten wieder, klettert zurück über das Eingangstor und eilt den Alten Wellbachweg entlang. Die Party im Garten ist noch immer im Gange. Sie schaut an der nächsten Laterne auf ihre Armbanduhr. Es ist kurz nach Mitternacht.

   Als sie wieder die Rossertstraße erreicht, wo das Auto parkt, in dem Anne auf sie wartet, fühlt sie sich fast entspannt. Als sie gerade die Straße überqueren will, stellt sich ihr ein Mann in den Weg, der für sie gefühlt aus dem Nichts zu kommen scheint. In gebrochenem Deutsch fordert er sie auf, ihm ihre Beute zu überlassen. Sie schüttelt den Kopf und presst den Sack fest an sich. Die Hasen beginnen zu zappeln. Sie betrachtet den Mann genauer. Für einen Ganoven ist er überraschend fein gekleidet. Er trägt einen gut sitzenden und sichtlich teuren Anzug und sogar eine Krawatte. Er winkt und aus dem Dunkeln tauchen auf Kommando zwei weitere, aber deutlich jüngere Männer auf. Sie sind ganz in Schwarz gekleidet und tragen Kapuzenpullis. Der Anzugträger will Ursula ihre Beute einfach aus der Hand reißen, doch sie wehrt sich und tritt nach ihm.

   „Veit, das Messer“, hört sie ihn sagen und bevor sie in irgendeiner Form handeln kann, hat der Mann sie schon von hinten umfasst und hält ihr ein Springmesser an die Kehle. Ihre Beine beginnen zu zittern. Sie fühlt, wie stark der Mann ist und dass sie sich in keinem Fall von allein aus seinem Arm winden kann. Woher wissen die bloß von ihrem Diebstahl? Sie waren doch so vorsichtig gewesen! Ob die Männer sie die ganze Zeit beobachtet haben? Aber sie hat doch niemanden gesehen auf ihrem Weg! Die Gedanken purzeln nur so durch Ursulas Kopf. Die jüngeren Männer kennt sie, denn schließlich sind sie genau denen seit Monaten auf der Spur. Sie ahnt nur nicht und auch bestimmt nicht Anne, dass diese sie auch zu kennen scheinen.

   Derweil wird der Griff ihres Bedrohers fester. „Was ist? Gib Tiere oder sterbe!“, dabei lacht er höhnisch auf.

   Ursula schüttelt mit dem Kopf und schreit: „Nein!“ Ihr ist nicht bewusst, in welcher Gefahr sie sich befindet.

   „Du es verdient hast“, ist das Letzte, was sie hört. Dann rammt der Mann ihr brutal und rücksichtlos das Messer direkt ins Herz. Das Blut spritzt auf seinen teuren Anzug und in alle Himmelsrichtungen, doch ihn scheint das nicht zu stören. Sie sackt Sekunden später leblos auf dem Bürgersteig zusammen.

 

Der Mörder gibt das blutbeschmierte Messer an Veit zurück, der genau wie sein Kumpel in eine Art Schockstarre verfallen ist. Niemals hätten sie damit gerechnet, dass ihr Komplize die Frau umbringen würde. Der Mörder drückt Veit schweigend den Sack mit den Tieren in die Hand, läuft eilig die Rossertstraße hinauf und verschwindet in einer der Jugendstilvillen. Währenddessen eilen die jungen Männer panisch die Straße hinunter in Richtung Altstadt.

   Eine Autotür wird geöffnet und eine Frauenstimme schreit durch die Nacht: „Oh, Gott, Ursula!“

Foto: Ulrich Häfner Fotografie

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